Fotogalerien von Sesshins

Ein Sesshin (chinesisch 接心, Pinyin jiē xīn, W.-G. Chieh Hsin; jap. 接心) ist eine Periode unterschiedlicher Länge mit konzentrierter Zen-Meditation. Es findet Abseits des üblichen Alltags innerhalb einer Gruppe von gemeinsam Praktizierenden, der sog. „Sangha“ statt. Dabei wird mehrmals täglich intensiv Zazen praktiziert.


(Alle Fotos: Sangha ohne Bleibe 2010 und 2012)

Der Ablauf eines Sesshins ist gekennzeichnet durch häufige und ggf. längere Meditationsperioden. Je nach Ausrichtung werden die Mahlzeiten ebenfalls in der Zazen-Haltung während eines Sesshin eingenommen. Längere Sitz-Perioden werden häufig durch Kinhin (Gehmeditation) unterbrochen. All das dient der Nicht-Ablenkung und dem „Vertrautwerden mit sich selbst“ und wird mit derselben Geisteshaltung ausgeübt wie in der Zazen-Haltung selbst.

Mahlzeiten nimmt man in ritueller Form in Schalen (Oryoki) gemeinsam und in Stille ein. Alle Tätigkeiten, so auch kleinere Arbeiten, Samu (Abwasch, Reinigung, Garten etc.) werden mit Geistesgegenwart, einer bestimmter Form und Achtsamkeit verrichtet. Durch die Übung des „konzentrierten Tuns“, ist die Möglichkeit gegeben, den in der bewegungslosen Zazen-Haltung entwickelten Geist auch in die Tätigkeiten des Alltags zu transportieren.

Durch die Sesshin-Praxis, in der auch mündliche Unterweisungen erfolgen, wird die tägliche Übung von Zazen vertieft. Im Laufe der fortschreitenden Praxis gibt es allmählich weniger Unterschiede zwischen dem „Sesshin-Geist“ und dem täglichen Bewusstsein.


Fotos des Ango in Frankreich bei Lyon vom Juli/August 2016

  1. Session des Sommer-Sesshins:

    (Alle Fotos: Zen-Gruppe Tübingen)